Die Filme DIE SCHLAFENDE SCHÖNE (Regie: Jan Zierau) und DER MANN, DER DURCH DIE WAND GEHEN KONNTE (Regie: Tim Beblo) wurden 2009 von der Medienakademie Hamburg produziert.
> Trailer DIE SCHLAFENDE SCHÖNE
> Trailer DER MANN, DER DURCH DIE WAND GEHEN KONNTE
Zur Entstehungsgeschichte:
Wie kam es zu den Filmen?
Mir gefällt die Möglichkeit, eine visuelle Entsprechung zu unseren akustischen Werken zu suchen.
Welche Bilder lassen sich für die Atmosphäre und Stimmung finden, die unsere Hörbücher auszeichnen?
Auf dem Studio Hamburg-Gelände spielte mir vor einiger Zeit das Schicksal in die Hand: Ich befand mich im Haus P (Panik), im Fahrstuhl, auf dem Weg in den vierten Stock, an meiner Seite Frank Lüthe, der Produktionsleiter der Synchronabteilung. Ich erzählte ihm von meiner Idee einer visuellen Umsetzung von DIE SCHLAFENDEN SCHÖNE von Charles Perrault und DER MANN, DER DURCH DIE WAND GEHEN KONNTE von Marcel Aymé. Frank Lüthe schlug mir vor, mich einmal an die Medienakademie zu wenden, der Ausbildungsstätte junger Filmstudenten. Kurze Zeit später marschierte ich mit einem Stapel meiner Lieblings-DVDs unter dem Arm in das Büro von Ulrike Dobelstein, der Leiterin der Medienakademie, und diskutierte mit ihr und dem Dozenten Guido Weihermüller meine Vorstellungen.
Für DIE SCHLAFENDE SCHÖNE schwebten mir für Farbgestaltung und Dramaturgie Passagen aus Jean Renoir’s LE DÉJEUNER SUR L’HERBE (DAS FRÜHSTÜCK IM GRÜNEN) und Alfred Hitchcock’s REBECCA vor.
Das Endprodukt wurde dann allerdings in einem Mausoleum auf dem Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg aufgenommen. Aber so ist das: man pflanzt eine Idee und sieht staunend zu, welche Blüten sie treibt.
Für DER MANN, DER DURCH DIE WAND GEHEN KONNTE hatte ich eine ganz andere Ästhetik vor Augen: die Stummfilme der 20er Jahre, frühe Tonfilme, schwarz weiß, Titeleinblendungen.
Kurzum: DIE SCHLAFENDEN SCHÖNE sollte in sinnlich-edlen Farbkompositionen daherkommen, DER MANN eher farblos und karg.
Ich war erstaunt, wie viele Studenten sich für das Projekt gemeldet haben. Ideen wurden entwickelt, und ein paar Wochen später wurden mir die verschiedenen Konzepte vorgestellt. Die Storyboards, die mir am besten gefallen haben und umgesetzt wurden, kann man hier betrachten.
Für die Dreharbeiten ergaben sich zwei Gruppen:
Für Charles Perrault:Jeanette Schweser (Maske), Marthe Rennert (Aufnahmeleitung), Eduard Ebel (Kamera), Raik Lingner (Licht, Kamera), Jakob Manke (Licht, Kamera) Jan Zierau (Regie) und als schlafende Schöne: Leontine Risch. Die Dreharbeiten in Hamburg wurden für den 6. Juli 2009 angesetzt.
Für Marcel Aymé: Tim Beblo (Regie), Matthias Hölscher (Aufnahmeleitung), Sebastian Johannsen (Kamera), Maximilian Leist (Licht, Kamera), Björn und Raik Lingner (Licht) und Lydia Paciepny (Maske). Die Dreharbeiten sollten in Hamburg am 19.Juli und am 3. und 4. August 2009 in Paris stattfinden.
Viel Spaß beim Betrachten der Filme!
Jens Wawrczeck, Juli 2010.
Weitere Filme mit Jens Wawrczeck unter
www.schauspielervideos.de
und
www.filmmakers.de